Potenziale für Wasserkraft in den Alpen

Die Ergebnisse des recharge.green-Projekts zeigen, dass die Wasserkrafterzeugung um 10 Prozent in einer wirtschaftlich und ökologisch tragfähigen Weise erhöht werden kann. (c) IIASA

Wasserkraft gilt als eine der vielversprechendsten Quellen für die Nutzung erneuerbarer Energien in den Alpen. Viele neue Anlagen sind in Planung. Dabei müssen nicht nur die Kosten für ihren Bau und damit verbundene Infrastruktur berücksichtigt werden, sondern auch ihre voraussichtlichen Auswirkungen auf die Leistungen der alpinen Ökosysteme.

Die Wasserkraft liefert derzeit rund 100 Terrawattstunden Energie pro Jahr (TWh/a) in den Alpen. Zusätzliche 80 TWh/a könnten erzielt werden, zeigen die Modellrechnungen der EURAC. Werden Schutzgebiete wie National- und Regionalparks, Natura 2000-Gebiete und Weltkulturerbestätten von der Rechnung ausgenommen, reduzieren sich die zusätzlichen Möglichkeiten um 35TWh/a.

Eine wirtschaftlich und ökologisch tragfähige Mischung aus kleineren und größeren Wasserkraftwerken in allen Alpenländern könnte 10TWh/a erzielen. Werden strengere Vorschriften wie zum Beispiel eine Kohlenstoff-Steuer eingeführt, bliebe die potenzielle zusätzliche Kapazität deutlich unter 10TWh/a. Dies errechneten die IIASA-Forscher anhand der EURAC-Ergebnisse mit “BeWhere”, einem Modell zur wirtschaftlichen Optimierung von erneuerbaren Energien (www.iiasa.ac.at/bewhere).

Der IIASA-Forscher Sylvain Leduc präsentierte das Potenzial von Wasserkraft in den Alpen an der Weltwasserwoche in Stockholm, Schweden, im September 2014. Die Sitzung konnte auf einer Guardian Website live mitverfolgt werden.

Weitere Informationen unter: http://blog.recharge-green.eu/hydropower-in-the-alps/, http://blog.recharge-green.eu/world-water-week-water-and-energy-in-the-alps/