Der Naturpark Seealpen zählt zu den größten geschützten Landschaften Italiens. Zahlreiche Dreitausender, Gletscher, Seen, weites Grünland, sowie eine vielfältige alpine Flora und Fauna machen den Reichtum dieses besonderen Gebiets aus. Seit 1987 schützt der Naturpark Seealpen gemeinsam mit dem angrenzenden französischen Nationalpark Mercantour eine 100’000 Hektar große Fläche. Die beiden Parks wurden 1993 mit dem europäischen Diplom für geschützte Gebiete ausgezeichnet.

Das Gebiet gehört zu den Biodiversitätshotspots in den Alpen. Eine große Zahl endemischer Pflanzen und Tiere konnten sich in diesem besonderen Klima, das von mediterranem und kontinentalem Einfluss sowie durch kristallines oder Sedimentgestein geprägt ist, entwickeln. Verschiedene Tiere, wie Steinadler, Bartgeier, Uhus, Wölfe und Steinböcke, sowie mediterrane Arten, wie Eulen oder Ziegenmelker haben hier ihren Lebensraum. Seltenheiten, wie zum Beispiel die endemische Spinne Vesubia jugorum, leben hier.

Im Laufe der Zeit hat die Gegenwart des Menschen dieses Gebiet stark verändert. Besonders betroffen sind das Grünland, das als Weide genutzt wird und die Wälder, deren Holzbestand als Energieträger verwendet wird.

Im recharge.green Projekt will das Pilotgebiet Seealpen die wirtschaftliche Nachhaltigkeit erneuerbarer Energien aus Biomasse in der Forstwirtschaft überprüfen. Zudem wird überprüft, wie nachhaltig diese Art der energetischen Nutzung sowie die Energieproduktion aus Wasserkraft in Bezug auf den Erhalt der Biodiversität und prioritärer Arten im Schutzgebiet und der umliegenden Gebiete sind. Außerdem soll eine Fischtreppe zur Förderung der ökologischen Vernetzung errichtet werden. Dieses Ziel hatte der Naturpark Seealpen im bereits abgeschlossenen Projekt ECONNECT formuliert.

Flyer zum Pilotgebiet Seealpen (PDF/it)

 

Neuigkeiten

15.01.2015 Partizipative Energieplanung in den Seealpen