Obwohl die Urbanisierung der Täler in den französischen Nordalpen ständig zunimmt, besteht diese Gegend grossenteils aus Berggebiete. Der Naturraum macht hier mehr als 60 Prozent aus. Dieses Gebiet ist reich an Wasser, was zum Ausbau der Wasserkraft geführt hat. Frankreich produziert heute insgesamt 14 Prozent der Energie mit Wasserkraft. Fast alle Gewässer werden bereits für die Energiegewinnung genutzt. Welche Möglichkeiten bleiben da noch auf lokaler Ebene die Wasserkraft weiter auszubauen? Aufgrund von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen mussten Trinkwasser- und Abwassersysteme erweitert werden. In lokalen Projekten versucht man diese nun für die Energieerzeugung zu nutzen.

Ziel des Pilotgebietes im Rahmen von recharge.green ist die Anwendung und Überprüfung von entwickelten Modellen als Entscheidungsgrundlage in Gebieten, die von hohem Wasserverbrauch und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Die drei folgenden Forschungsgebiete wurden dafür ausgewählt: 1. Die Gemeinde Mégève: Ein Wintersportort, in dem Energie am Trinkwassernetz erzeugt wird und diese Nutzung weiter ausgebaut werden soll; gleichzeitig sollen wichtige Feuchtgebiete angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen erhalten bleiben. 2. Die Gemeinde Valloire: Ein wichtiger Tourismusstandort, der sich mit grossen Schwankungen an Abwasser auseinandersetzen wird. 3. Belledonne-Massiv: Auseinandersetzung mit Problemen der Energie- und Wasserversorgung; Durchführung von Projekten zu Kleinwasserkraftanlagen in Verbindung mit der Errichtung eines regionalen Parks.

Flyer vom Pilotgebiet Französische Nordalpen  (PDF/f)

 

Neuigkeiten

15.01.2015 Neues Wasserkraftpotenzial in den nördlichen französischen Alpen