Neues Wasserkraftpotenzial in den nördlichen französischen Alpen

Trink- und Abwasserleitungsnetzwerke können zur Erzeugung von Wasserkraft genutzt werden. Die Beispiele von den Pilotstandorten in den französischen Alpen zeigen, wie das wirtschaftlich rentabel sein kann und gleichzeitig Umweltbelange berücksichtigt und Nutzungskonflikte vermieden werden.

In den französischen Alpen werden die geeignetsten Standorte für die Wasserkraftproduktion bereits genutzt. Wie kann die Energiegewinnung aus Wasserkraft auf lokaler Ebene weiter intensiviert und entwickelt werden? Die Antwort im Rahmen von recharge.green ist es, Trinkwasser- und Abwasserleitungsnetzwerke zu nutzen. Die Firma “Tenevia” hat für das Institut Montagne ein räumlich integriertes Entscheidungshilfesystem für drei Pilotstandorte entwickelt und erprobt. Basierend auf einer Analyse der Pilotstandorte und der Verfügbarkeit von Wasser wurden verschiedene Entwicklungsszenarien für das Wasserkraftpotenzial modelliert.

Am Pilotstandort “Megève” nutzt die Gemeinde die Trinkwasserleitungen, um zusätzliche Wasserkraft in Zeiten erhöhter Touristenübernachtungen zu produzieren. Auch in der Gemeinde Valloire schwanken die Touristenübernachtungen stark. Dort wird die Energiegewinnung aus Abwasserleitungen entsprechend gemanagt.

Weitere Informationen: http://www.institut-montagne.org/index.php/nos-realisations/recherche-action/299-recharge-green-balancing-alpine-energy-and-nature, http://www.recharge-green.eu/project/policy-testimonials/ (Video des Megève Pilotstandorts), http://www.recharge-green.eu/pilot-areas/northern-french-alps/

Das Institut Montagne hat ein Poster zu seiner Tätigkeit im recharge.green Projekt bei der Tagung „4th International Congress of Integrated Management in Upstream Watersheds“ präsentiert und gewann damit den 1. Preis für das beste Poster.

Das Institut Montagne hat ein Poster zu seiner Tätigkeit im recharge.green Projekt bei der Tagung „4th International Congress of Integrated Management in Upstream Watersheds“ präsentiert und gewann damit den 1. Preis für das beste Poster. (c) Institut de la Montagne