“Gemeinden brauchen Analysen!”

Interview mit Eduard Brogli von der Stadt Brig-Glis. Brig-Glis ist Alpenstadt des Jahres 2008 und Beobachter  im Projekt recharge.green.

Eduard Brogli ist Stadtschreiber von Brig-Glis. © Eduard Brogli.

Eduard Brogli ist Stadtschreiber von Brig-Glis. © Eduard Brogli.

 1. Die Halbzeitkonferenz des Projekts recharge.green fand in Brig-Glis statt. Was haben Sie für Ihre Stadt mitgenommen?

Die Konferenz bot mir die Gelegenheit, Einblicke in die Energieprojekte anderer Alpengemeinden zu bekommen. Durch diesen wertvollen Erfahrungsaustausch konnte ich auch für meine eigene Stadt neue Ideen mitnehmen.

 2. Welche Fragen möchten Sie gerne als Beobachter ins Projekt einbringen?

Der Interessenskonflikt um erneuerbare Energien und Naturschutz ist allgemein bekannt. Mir ist wichtig, dass jetzt eine Konkretisierung des Konflikts erfolgt. Die Verhältnismässigkeit der Erschliessung erneuerbarer Energiequellen gegenüber dem Schaden an der Umwelt muss anhand konkreter Beispiele genau analysiert werden.  Nur so können wir als Gemeinde beurteilen, wann der Nachteil für die Natur überwiegt und Massnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energie unterlassen werden sollen. Diesen Ansatz finde ich bereits bei recharge.green wieder.

 3. Wie nützt das Projekt recharge.green Gemeinden?

Der Nutzen für die Gemeinden hängt stark von deren Handlungsspielraum ab. In Frankreich zum Beispiel gehören alle Gewässer dem Staat, während diese in der Schweiz in den Händen der Gemeinden liegen. Dadurch haben wir in der Schweiz mehr Handlungsspielraum und können Werkzeuge von recharge.green zur Gestaltung einer umweltverträglichen Energiewende miteinbeziehen.